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Praktischer Ablauf einer Kapitalerhöhung


Beschluss der Hauptversammlung

Für eine Kapitalerhöhung ist ein Beschluss der Hauptversammlung mit mindestens 75% des vertretenen Grundkapitals notwendig. Oft wird ein solcher Beschluss vorsorglich als genehmigtes Kapital gefasst, ohne dass eine Kapitalerhöhung konkret geplant ist. So kann im Fall der Fälle die Kapitalerhöhung zügig ohne erneuten Hauptversammlungsbeschluss durchgeführt werden.


Ankündigung der Kapitalerhöhung

Sobald der Plan einer Kapitalerhöhung konkret wird, gibt das Unternehmen das per Ad-hoc-Mitteilung bekannt. Darin wird unter anderem angekündigt, wann das Wertpapierprospekt zur Kapitalerhöhung veröffentlich wird.


Veröffentlichung der Details

Details zur Kapitalerhöhung werden in einem Wertpapierprospekt veröffentlich. Darüber hinaus werden Details der Kapitalerhöhung zusätzlich in einem Bezugsangebot aufgeführt. Darin sind unter anderem Informationen zum Bezugsverhältnis, Bezugspreis, Bezugsrechtshandel und Bezugszeitraum enthalten.


Bezugsrechte

Jeder Aktionär erhält pro Aktie in seinem Bestand ein Bezugsrecht. Wie viele Bezugsrechte benötigt werden, um eine neue Aktie zum Bezugspreis zu erwerben, gibt das Bezugsverhältnis an. Es werden also in der Regel mehrere Bezugsrechte benötigt, um eine neue Aktie zu kaufen. Die Bezugsrechte werden im Aktiendepot genauso wie andere Wertpapiere angezeigt und haben auch eine eigene ISIN.

Bezugsverhältnis

Das Bezugsverhältnis ist die Anzahl der alten Aktien, für die eine neue Aktie bezogen werden kann. Kann man beispielsweise für 10 alte Aktie eine neue Aktie erwerben, ist das Bezugsverhältnis 10:1.

Bezugspreis

Der Bezugspreis gibt an, wie viel der Erwerb einer neuen Aktie mit Hilfe der Bezugsrechte kostet. Er liegt in der Regel deutlich unter dem aktuellen Börsenkurs, um den Bezug neuer Aktien für Investoren attraktiv zu machen.

Bezugsrechtshandel

Oft können die Bezugsrechte in einem gewissen Zeitraum über die Börse gehandelt werden. So ist es möglich, eigene Bezugsrechte zu Geld zu machen, wenn man nicht oder nur teilweise an der Kapitalerhöhung teilnehmen möchte. Gleichzeitig ist es aber auch möglich, weitere Bezugsrechte über die Börse zu erwerben. Für den Kauf und Verkauf von Bezugsrechten fallen wie beim Handel mit Aktien in der Regel Gebühren an.

Bezugszeitraum

Bezugsrechte müssen für den Bezug von neuen Aktien aktiv innerhalb des Bezugszeitraums ausgeübt werden. Der Bezugszeitraum endet meist kurz nach Ende des Bezugsrechtshandels.


Ausübung der Bezugsrechte

Die verbindliche Ausübung der Bezugsrechte findet über die eigene Depotbank statt. Oft liegt die Frist dafür vor Ende des Bezugsrechtshandels, damit die Bank bei Nichtausübung die Bezugsrechte für den Kunden noch bestens verkaufen kann. Für die Ausübung der Bezugsrechte muss der Kunde also aktiv werden, ein reiner Besitz von Bezugsrechten reicht nicht aus. Für den Bezug der neuen Aktien fallen in der Regel Gebühren an.


Verfall nicht ausgeübter Bezugsrechte

Bezugsrechte, die nicht innerhalb des Bezugszeitraums ausgeübt wurden, verfallen wertlos.


Einbuchung der neuen Aktien

Die neuen Aktien werden in der Regel kurz nach Ende des Bezugszeitraums in das Depot der Aktionäre eingebucht. Wie beschrieben fallen dabei normalerweise Gebühren an.




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