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Langfristige Aktienmarktentwicklung


Die langfristige historische Entwicklung des Aktienmarkts lässt sich gut mithilfe eines Aktienindexes veranschaulichen. Ein Aktienindex ist eine Kennzahl, die die Entwicklung der Aktienkurse bestimmter Unternehmen wiederspiegeln soll. Der bekannteste deutsche Aktienindex ist der DAX (Deutscher Aktienindex), der bekannteste US-amerikanische Aktienindex ist der DJIA (Dow Jones Industrial Average). Da es den DJIA schon seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt, kann man an ihm ganz gut die langfristige Aktienmarktentwicklung beobachten.

Zu Beginn des Jahres 1900 stand der DJIA bei knapp 50 Punkten. Ende 2013 schloss er bei über 16.500 Punkten. Das ist mehr als das 300-fache und eine unglaubliche Entwicklung. Aber ging es in der Zwischenzeit kontinuierlich bergauf oder wie kam diese Entwicklung zustande? Wie man leicht erraten kann, fallen die jährlichen Resultate ganz unterschiedlich aus. Aber auch längere Perioden verliefen nicht einheitlich. Beispielsweise schloss der DJIA das Jahr 1914 mit gut 50 Punkten ab - keine gute Entwicklung für den 15-Jahres Zeitraum seit Anfang 1900. Oder nehmen wir den Stand von Ende 1928: Hätten sie damals ihr ganzes Vermögen an den Stand des DJIA gekoppelt, so hätten sie erst 1954 wieder ein höheres Vermögen zum Jahresende besessen. Auch vervierfachte sich der DJIA in den Neunziger Jahren ungefähr, während er über die darauf folgenden zehn Jahre insgesamt keinen Anstieg verbuchen konnte.

Was bedeutet das nun für den Anleger? Auf der einen Seite hat sich der Aktienmarkt in der Vergangenheit auf lange Sicht sehr gut entwickelt. Auf der anderen Seite gab es darin aber immer auch längere Perioden mit einer deutlich unterdurchschnittlichen Entwicklung. Ein Anleger, der also passiv (zum Beispiel über einen Indexfonds) von der langfristigen Aktienmarktentwicklung profitieren will, sollte wirklich sehr langfristig orientiert sein und möglichst nicht an einem relativen Hochpunkt einsteigen. Das erfordert große Disziplin und Zuversicht und ist keine leichte Aufgabe. Hilfreich kann für einen passiven Anleger der sogenannte Durchschnittskosteneffekt sein, um nicht genau zum falschen Zeitpunkt zu kaufen. Für einen Profi-Anleger lautet die Lektion, keine Prognose zur mittelfristigen Aktienkursentwicklung abzugeben und auch keinen Versuch zu unternehmen, von möglichen derartigen Prognosen zu profitieren.




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