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Aktienarten


Stimmrecht: Es gibt Aktien, die ein Stimmrecht beinhalten und es gibt Aktien ohne Stimmrecht. Aktien mit Stimmrecht nennt man Stammaktien. Sie beinhalten in Deutschland fast immer genau ein Stimmrecht, da das Aktiengesetz Aktien mit mehreren Stimmrechten verbietet und nur unter Umständen eine Ausnahme zulässt. Das Stimmrecht ermöglicht dem Aktionär, auf der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft abzustimmen und damit indirekt Einfluss auf die Unternehmensführung zu nehmen - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Aktien ohne Stimmrecht heißen Vorzugsaktien. Als Ausgleich für das fehlende Stimmrecht werden Vorzugsaktionäre bei Dividenden bevorzugt und erhalten meist auch eine höhere Dividende. Nicht oder nicht vollständig gezahlte Dividenden sind nachzuzahlen. Ist die Zahlung der Vorzugsdividende mindestens 2 Jahre im Rückstand, erhalten Vorzugsaktionäre zum Schutz ihrer Interessen vorrübergehend ein Stimmrecht, bis der Rückstand aufgeholt ist. Aktuell sind im DAX Vorzugsaktien von zwei Unternehmen gelistet: Von der Henkel AG & Co. KGaA und der Volkswagen AG - die restlichen 28 Aktien sind Stammaktien.

(§12 AktG / §133-137 AktG / §139-141 AktG)


Übertragbarkeit: Hinsichtlich der Übertragbarkeit von Aktien unterscheidet man Inhaberaktien, Namensaktien und vinkulierte Namensaktien. Inhaberaktien lassen sich problemlos übertragen. Die Rechte aus den Aktien stehen immer dem Inhaber zu. Da das jeweilige Unternehmen bei Inhaberaktien den aktuellen Inhaber nicht kennt, wird die Einladung zur Hauptversammlung über die Depotbank des Inhabers zugestellt. Für die Wahrnehmung des Stimmrechts ist eine Anmeldung beim Unternehmen mit einem Nachweis über die gehaltenen Aktien notwendig. Im Fall von Namensaktien beziehungsweise vinkulierten Namensaktien führt das Unternehmen ein sogenanntes Aktienregister. Bei der Übereignung einer Namensaktie ist ein Übertragungsvermerk (ein sogenanntes Indossament) im Aktienregister notwendig. Für die Übereignung einer vinkulierten Namensaktie ist darüber hinaus die Zustimmung des Unternehmens erforderlich. Das Aktienregister wird vom Unternehmen selbst geführt oder es beauftragt eine sogenannte Registrargesellschaft. Das Aktienregister enthält Namen und Adresse des Aktionärs, sein Geburtsdatum und die Anzahl der von ihm gehaltenen Aktien. Dadurch kann das Unternehmen die Einladung zur Hauptversammlung direkt dem Aktionär zuschicken - ohne den Umweg über die Depotbank des Aktionärs.

(§23 Abs.3 Nr.5 AktG / §67-68 AktG / §123 AktG)



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