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Aktien kaufen


Kauf und Verkauf von Aktien

Wie kauft man Aktien?

Um Aktien kaufen zu können, benötigt man zuallererst ein Wertpapier-Depot bei einer Bank. Ein Wertpapier-Depot ist eine Art Konto, das nur dazu dient, die Aktien "aufzubewahren". Das Depot ist in der Regel direkt mit ausgewählten Börsen verbunden, über die Aktien gekauft und verkauft werden können. Für die Bezahlung der Aktien bzw. die Gutschrift von Verkaufserlösen ist das Depot automatisch mit einem normalen Bankkonto verknüpft, das als Verrechnungskonto dient. Dort muss ausreichend Guthaben für den Aktienkauf vorhanden sein.
Für den Kauf einer bestimmten Aktie muss man den Namen der Aktie oder ihre WKN bzw. ISIN kennen. WKN und ISIN stehen für "Wertpapierkennnummer" und "International Stock Identification Number" und sind Buchstaben-Zahlen-Kombinationen, die ein Wertpapier eindeutig identifizieren. Während die WKN eine deutsche Identifikationsnummer ist, ist die ISIN international gebräuchlich.


Kostet ein Wertpapier-Depot etwas?

Das ist durchaus möglich. Wie ein Konto kann auch ein Depot kostenpflichtig sein. Selbst wenn es nicht genutzt wird, kann es dann eine jährliche Gebühr kosten. Zudem können die Kosten mit dem Umfang der verwalteten Wertpapiere zunehmen. Es gibt aber auch Banken, die kostenfreie Depots anbieten.
Unsere Depotfavoriten finden Sie hier.


Was kostet der Kauf von Aktien?

Neben dem Kaufpreis für die Aktien fallen beim Aktienkauf Handelsgebühren an. Diese hängen von verschiedenen Faktoren ab, in erster Linie aber von der Gebührenstruktur der Depotbank. Beispielsweise können sich die Gesamtkosten aus einer Gebühr für die ausgewählte Börse, einer Gebühr der Bank abhängig vom Volumen des Aktienkaufs und einer volumenabhängigen Gebühr für den Börsenmitarbeiter zusammensetzen. Da die volumenabhängigen Gebühren oft einen Mindestwert haben, der immer anfällt, lohnt sich ein Aktienkauf meist erst ab einem gewissen Volumen, z.B. 1.000 €. Die Gebühren sollten am Kaufvolumen gemessen in der Regel weniger als 0,5 % ausmachen.


Fallen auch beim Verkauf von Aktien Gebühren an?

Ja, in der Regel fallen beim Verkauf von Aktien nach dem gleichen Schlüssel Gebühren an wie beim Kauf von Aktien. Da sich aber der Wert der Aktien seit dem Kauf geändert haben kann, sind auch die volumenabhängigen Gebühren in der Regel andere als beim Kauf.




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Dividenden

Was ist eine Dividende?

Eine Dividende ist der Gewinnanteil einer Aktiengesellschaft, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird. In der Regel wird der Betrag angegeben, der auf eine Aktie entfällt. Die Gesamtdividende, die ein Aktionär erhält, entspricht dann der Dividende je Aktie multipliziert mit seiner Aktienanzahl. Wer mehr Aktien des Unternehmens hält, bekommt also bei einer Ausschüttung auch eine höhere Summe ausbezahlt.


Zahlt jede Aktiengesellschaft eine Dividende?

Nein, nicht jede Aktiengesellschaft zahlt eine Dividende. Eine Dividende wird der Hauptversammlung vom Vorstand vorgeschlagen und bei positivem Beschluss (einfache Mehrheit) zu einem festgelegten Zeitpunkt ausbezahlt.
Zukünftige Dividendenzahlungen sind in der Regel unsicher, da sie von der Geschäftsentwickung des Unternehmens abhängen. Ein Unternehmen, das jahrelang Dividenden gezahlt hat, kann zum Beispiel bei schlechten Geschäften die Dividende senken oder ganz streichen. Genauso kann ein Unternehmen, das in der Vergangenheit noch nie eine Dividende gezahlt hat, irgendwann damit beginnen.


Wann muss man die Aktien halten, um die Dividende zu bekommen?

In Deutschland erhält derjenige die Dividende, der die jeweilige Aktie am Tag der Hauptversammlung (Tagesende) in seinem Depot hat bzw. im Aktienregister eingetragen ist. Der darauf folgende Handelstag wird als Ex-Tag bezeichnet, denn nun wird die Aktie ohne Dividendenanspruch für diese Dividende gehandelt.

Auch im Ausland erhält derjenige die Dividende, der die jeweilige Aktie am Tag vor dem Ex-Tag in seinem Depot hatte. Oft veröffentlichen Unternehmen auch einen Record-Day. Dabei handelt es sich zwar um den Tag, an dem die Dividendenberechtigung festgelegt wird, aber man muss die Aktien schon ein paar Tage vorher gekauft haben. Das liegt daran, dass die Aktien nicht sofort übertragen werden, auch wenn sie direkt im Depot zu sehen sind. In Wirklichkeit gibt es einen zeitlichen Versatz zwischen Kauf/Verkauf und eigentlichen Eigentumsübertragung der Aktien, die sogenannte Settlement-Dauer. Diese liegt in Nordamerika zum Beispiel bei 3 Tagen und in Europa bei 2 Tagen.


Erfolgt die Auszahlung der Dividende automatisch?

Ja, die Dividende wird automatisch dem Verrechnungskonto des eigenen Depots gutgeschrieben. Insbesondere bei ausländischen Aktien kann die Auszahlung aber ein paar Tage dauern.


Wann und in welchem Rhythmus wird eine Dividende ausgezahlt?

In Deutschland wird die Dividende in der Regel am dritten Bankarbeitstag nach der Hauptversammlung ausgezahlt. Es kann aber auch eine spätere Ausschüttung festgelegt werden. Bei deutschen Unternehmen ist ein jährlicher Dividendenrhythmus üblich.

Im Ausland erfolgt die Zahlung der Dividende in der Regel an einem festgelegten und veröffentlichten Tag, der auch einige Zeit nach dem Ex-Tag liegen kann. Der Dividendenrhythmus variiert von monatlichen Dividendenzahlungen über viertel- oder halbjährliche bis hin zu jährlichen Dividendenzahlungen. In den USA zum Beispiel ist ein vierteljährlicher Dividendenrhythmus häufig.


Kostet eine Dividendengutschrift Gebühren?

Das hängt von der Depotbank ab und ist durchaus möglich. Insbesondere auch bei ausländischen Unternehmen oder Dividenden in anderen Währungen können Gebühren anfallen.

Dividenden müssen in der Regel versteuert werden. Darüber hinaus erheben aber zusätzlich viele Länder bei Dividenden, die ins Ausland fließen, eine Quellensteuer. Für Empfänger im Ausland führt das zu einer Doppelbesteuerung. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Dividenden aus dem steuerlichen Einlagekonto gelten in Deutschland als Einlagenrückzahlung an die Anteilseigner. Sie sind deshalb nicht steuerpflichtig, gleichzeitig reduziert sich aber der steuerliche Kaufpreis der Aktien. Dadurch fallen beim Verkauf der Aktien gegebenenfalls höhere Steuern an.


Hauptversammlung

Was ist eine Hauptversammlung?

Die Hauptversammlung ist die Versammlung der Aktionäre eines Unternehmens, an der in der Regel auch Vorstand und Aufsichtsrat teilnehmen. Auf der Hauptversammlung werden wichtige unternehmensbezogene Beschlüsse gefasst. Dazu gehören unter anderem die Wahl des Aufsichtsrats, die Entscheidung über eine Dividende und die Entlastung von Aufsichtsrat und Vorstand. Während für viele Entscheidungen eine einfach Mehrheit ausreicht, erfordern sehr wichtige Entscheidungen wie Satzungsänderungen oder Kapitalerhöhungen in Deutschland eine 75%-Mehrheit.


Wie oft findet eine Hauptversammlung statt?

In der Regel findet einmal jährlich nach Veröffentlichung der Zahlen für das Geschäftsjahr eine ordentliche Hauptversammlung statt. Darüber hinaus kann es, sofern notwendig, weitere außerordentliche Hauptversammlungen geben.


Wer darf an einer Hauptversammlung teilnehmen?

Teilnahmeberechtigt sind alle Stammaktionäre des Unternehmens. In Deutschland ist der Stichtag für den Aktienbesitz genau 21 Tage vor der Hauptversammlung. Im Ausland wird in der Regel ein Record-Day veröffentlicht, an dem der Aktienbesitz notwendig ist. Wie bei der Dividendenberechtigung müssen die Aktien dazu aber schon einige Tage vorher erworben werden.


Erhält man automatisch eine Benachrichtigung über die Hauptversammlung?

In Deutschland versenden Unternehmen in der Regel automatisch Einladungen zur Hauptversammlung, sofern es sich bei den Aktien um Namensaktien handelt und ihnen damit die Aktionäre bekannt sind. Handelt es sich hingegen um Inhaberaktien, erfolgt keine automatische Einladung. Dann muss sich der Aktionär selbst um die Unterlagen zur Teilnahme und den Nachweis über den Aktienbesitz zum Stichtag kümmern.

Von ausländischen Unternehmen erhält man unserer Erfahrung nach in der Regel auch keine Einladung zur Hauptversammlung und muss sich auch da gegebenenfalls selbst um die Unterlagen kümmern.


Lohnt sich die Teilnahme an einer Hauptversammlung?

Das kann man natürlich pauschal nicht sagen. Für viele Kleinanleger steht bei großen Unternehmen aber oft der Reiseaufwand in keinem Verhältnis zur Einflussmöglichkeit mit einer geringen Stimmenanzahl. Hingegen kann das bei kleineren Unternehmen anders aussehen. Zudem sind der Kontakt zum Vorstand und Aufsichtsrat oder die zusätlichen Informationen manchmal von Bedeutung. Damit die Stimmen im Zweifel nicht verfallen, kann man auch einen Vertreter bevollmächtigen. Eine Stimmrechtsvertretung bietet übrigens auch die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.

Manchen Aktionär lockt vielleicht auch die Naturaldividende auf die Hauptversammlung. Dazu gehören Produktproben oder Verpflegung auf der Hauptversammlung. Eine lustige Anekdote dazu finden Sie in unseren kuriosen Wirtschaftsnachrichten.




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