Start Über uns | EinloggenRegistrieren|580 Unternehmen in der Datenbank Deutsch / English


Werbung

Ad-hoc-Mitteilung


Eine Ad-hoc-Mitteilung ist eine Pflichtmitteilung, die unter anderem Aktiengesellschaften in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen veröffentlichen müssen. Dabei geht es um die Veröffentlichung von sogenannten Insiderinformationen. Bei Insiderinformationen handelt es sich um Informationen über öffentlich nicht bekannte Umstände, die den Aktienpreis des betreffenden Unternehmens bei Bekanntwerden erheblich beeinflussen können. Dabei müssen die Umstände noch nicht eingetreten sein. Es reicht aus, dass sie hinreichend wahrscheinlich eintreten werden.

Vor einer Veröffentlichung von Insiderinformationen müssen die betroffenen inländische Börsenbetreiber und die BaFin informiert werden. Insiderinformationen müssen grundsätzlich vom betroffenen Unternehmen unverzüglich veröffentlicht werden und auch an das Unternehmensregister übermittelt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine verzögerte Veröffentlichung möglich. Dazu müssen folgende drei Bedingungen erfüllt sein: Es muss der Schutz der Unternehmensinteressen erfordern, es darf keine Irreführung der Öffentlichkeit zu erwarten sein und das Unternehmen muss eine Vertraulichkeit der Informationen gewährleisten können. Über die Verzögerung und die Gründe muss die BaFin informiert werden.

Veröffentlicht ein Unternehmen Insiderinformationen nicht unverzüglich, ist es betroffenen Aktionären unter Umständen zu Schadensersatz verpflichtet. Kann das betroffene Unternehmen nachweisen, dass die verspätete Veröffentlichung nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig erfolgte, ist ein Schadensersatz ausgeschlossen. Die Schadensersatzanspruch ist auf ein Jahr nachdem die unterlassene Veröffentlichung dem Aktionär bekannt wurde und drei Jahre nach dem Unterlassen selbst begrenzt. Ebenso ist ein Schadensersatz möglich, falls ein Aktionär auf eine falsche Veröffentlichung von Insiderinformationen vertraut. Kann das betroffene Unternehmen nachweisen, dass ihm der Fehler weder bekannt war noch grob fahrlässig erfolgte, ist kein Schadensersatz möglich. Auch hier gelten Fristen von einem bzw. drei Jahren.

(§13 WpHG / §15 WpHG / §37b-37c WpHG)



Zurück