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Abgeltungsteuer und Günstigerprüfung


Abgeltungsteuer

Kapitalerträge werden in Deutschland in der Regel mit Kapitalertragsteuer belastet. Der Kapitalertragsteuersatz liegt bei 25% wobei noch 5,5% von der Kapitalertragsteuer als Solidaritätszuschlag sowie gegebenenfalls Kirchensteuer hinzukommen. Damit ergibt sich eine Steuerbelastung von 26,3750%-27,9951%. Inländische Kreditinstitute ziehen die Steuer in der Regel bei der Auszahlung direkt ab und führen sie an das Finanzamt ab. Damit ist für Privatanleger die Steuer oft abgegolten, sodass man auch von Abgeltungsteuer spricht.

Manche, insbesondere auch ausländische Kreditinstitute ziehen die Kapitalertragsteuer nicht direkt ab. Dann müssen die Kapitalerträge über die eigene Steuererklärung versteuert werden.

Darüber hinaus haben Privatanleger die Möglichkeit, einen Steuerabzug bis zur Höhe des Sparerpauschbetrags durch einen Freistellungsauftrag zu verhindern.


Günstigerprüfung

Vergisst ein Pivatanleger mit geringem Einkommen, einen Freistellungsauftrag zu erteilen oder überschreitet er diesen, kann es passieren, dass er trotz niedrigem Einkommen den vollen Kapitalertragsteuersatz bezahlt. Deshalb gibt es alternativ auch die Möglichkeit, Kapitalerträge als zu versteuerndes Einkommen zu behandeln. Dann würde er möglicherweise einen geringern Steuersatz oder sogar garkeine Steuern bezahlen. Diese Möglichkeit kann nachträglich über die eigene Steuererklärung geprüft werden. Dazu wird in der "Anlage KAP" eine Günstigerprüfung beantragt. Das Finanzamt prüft dann, welche Option für den Steuerpflichtigen günstiger ist und wendet diese an. Gegebenenfalls werden später zu viel bezahlte Steuern erstattet.




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